Geschichte und Herkunft von Stevia rebaudiana?


Im Laufe der Jahrhunderte nutzte die Guarani-Indianer im heutigen Brasilien und Paraguay, bestimmte Arten von Stevia, insbesondere Stevia rebaudiana, das als ka’a He’e „Süßkraut“ bekannt war. Süßstoff hat man insbesondere für medizinische Zwecke, medizinische Tees, Behandlung von Sodbrennen und anderen Krankheiten verwendet. Übersetzt aus der Maya-Sprache bedeutet der Name „Süßkraut“, oder „Honigkraut“.

Geschichte und Herkunft der Pflanze Stevia

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Geschichte und Herkunft des Süßkraut’s Stevia

Die Legende der südamerikanischen Indianer besagt, dass es sich um einen weiblichen indianischen Namen handeln soll. Für die Frau war das Schicksal des Volkes und der Menschen wichtiger als das eigene Leben. Als Dank für Weisheit, Treue, Reinheit und Liebe zu den Menschen, schenkten die Götter ihr eine phantastische Landschaft mit smaragdgrünem Gras – welches Glück, Gesundheit, Stärke und ewige Schönheit garantieren soll.

Spanische Eroberer bemerkten im 18. Jahrhundert, dass die Eingeborenen regelmäßig Mate-Tee mit Stevia tranken, der als mildes, stimmungsaufhellendes und nervenstärkendes Mittel unter den Völkern bekannt war.

Vor etwa 100 Jahren, sagte der britische Konsul in Asuncion: „Diese Pflanze, die bei Indianern seit vielen Jahren bekannt ist, deren Geheimnis streng gehütet ist, wächst im Hochland Amambay, in der Nähe des Flusses Mandi. Die Blätter sind klein, und die Blüten noch kleiner. Die Eingeborenen sagen dazu „ka’a He’e“. Nur ein Blatt genügt, um eine große Tasse Tee mit einem stark versüßten Geschmack anzureichern.“

Die französischen Chemiker „Brided“ und „Lavelle“ isolierten 1931 das Extrakt Stevia rebaudiana. Es war eine pure weiße, kristalline Substanz, dem sie den Namen „Steviosid“ gaben. Durch etliche Versuche stellten die Wissenschaftler fest, dass diese Substanz 300-mal süßer als Zucker sei und zudem keine offensichtliche toxische Wirkung verursacht.

Eine Missernte und die britische Seeblockade führten im Winter 1941/42 zu einer Hungerkatastrophe und es entstand ein Mangel an Zucker und Zuckerersatzstoffen. Die Britische Regierung suchte dringend nach Ersatzstoffen, die in Großbritannien schnellstmöglich angebaut werden können.

Direktor der „Royal Botanic Gardens“ gab in Auftrag Pflanzen zu untersuchen. Der Wissenschaftler R. Melville hat sich erklärt diese Aufgabe zu übernehmen und schlug Stevia rebaudiana, als eine mögliche natürliche Alternative vor und bestätigte die positive Wirkung dieser Pflanze.

1954 begannen die Japaner ernsthaft das „natürliche Süßungsmittel“ zu studieren. Sie untersuchten gründlich die Toxizität, wiesen die Heilwirkung nach und betrieben seitdem die Pflanzenaufzucht in eigenen Gewächshäusern.

1971 bereiste der chinesische Gelehrte Dr. Tei-Fu Chen Paraguay, wo er das Interesse an dieser Pflanzenart bekundete. Kurz nachdem Chen seine Forschungsarbeit begann, war bei Japanern die Nutzung dieser Pflanze voll im Gange. Die Japanische Lebensmittelindustrie verwendete die Stevia rebaudiana in Gurken Marinade, in getrockneten Lebensmitteln, Meeresfrüchten, Fisch, Fleisch, Softdrinks, Kaugummi und in kalorienarmen Lebensmitteln.

Einigen Quellen zufolge, hat Ende der 70-er Jahre auch Sowjetunion ein Programm „Stevia“ gestartet und stark finanziert. Im Rahmen dieses Programms hat man die Stevia- Pflanze zu Nahrung für die Astronauten, Taucher, Mitarbeiter von speziellen Einheiten genutzt. Dieses Programm wurde ausschließlich für den militärisch-industriellen Komplex umgesetzt, alle Informationen darüber waren streng Geheim.

1990 bestätige der Welt-Diabetes-Kongress, dass Stevia – eine der wertvollsten Pflanzen ist. Die Wirkung führt zu hohen bioenergetischen Funktionen des menschlichen Körpers und ermöglicht ein aktives Leben bis ins hohe Alter.

Im Jahr 2006 führte die World Health Organization (WHO) eine umfassende Bewertung der jüngsten experimenteller Studien durch, von Steviosid und Steviol, an Tieren und Menschen. Aus dem Bericht geht hervor, dass beim „Steviosid“ keine krebserregende Inhalte gefunden wurden sind. Darüber hinaus geht aus dem Bericht, dass Steviosid pharmakologische Wirkung bei Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes des zweiten Typs darstellt.

Kleine Pflanze, große Zukunft – heutige Zeit

Der größte Verbraucher von „Süßkraut“ ist auch noch heute Japan geblieben. Japanische Lebensmittelindustrie nutzt Steviosid in einer Vielzahl von Produkten. Die Hauptanwendung zu seiner Überraschung findet in salzigen Speisen, wo Steviosid verwendet wird, um die Schärfe von Natriumchlorid zu unterdrücken. Diese Kombination ist in japanischen Lebensmitteln und Produkten, wie eingelegtes Gemüse, getrocknete Meeresfrüchte und Sojasaucen üblich. Aber auch in Getränken, einschließlich der japanischen Version der Diät Coke anzufinden. Bei der Herstellung von Bonbons, Kaugummi, Backwaren, Müsli, Joghurt, Apfelwein, Tee, Zahnpasta findet ein Bestandteil des Steviosid Anwendung. Natürlich wird auch ein wesentlicher Teil der „Honig-Kräuter“ direkt als Natur-Süßstoff verwendet.

Die Japaner haben viele Stevia Glycoside, sowie Kombinationen von Süßstoffen mit Steviosid patentiert. Zum Beispiel eine Kombination von Süßstoffen – welches einem Steviosid Extrakt aus Süßholz(Glycyrrhizin) verleit und so zu einem besseren Geschmack beider Süßstoffe führt.

Technologien für die Lebensmittelindustrie in Japan fanden eine Menge wichtiger Informationen über die Verwendung von Süßgras in der Lebensmittelverarbeitung.

Zunächst einmal ist Steviosid relativ resistent gegenüber Wärmebehandlung, verglichen mit anderen natürlichen und synthetischen Stoffen. Eine Studie zeigte einen sehr geringen Abbau des Säuregrades (pH) unter verschiedenen Bedingungen, wenn Steviosid auf 100 °C erhitzt wurde. Es wurde auch gezeigt, dass das Extrakt von Stevia nicht fermentiert, nicht auf die Bräunungsreaktion von gekochten oder gebackenen Lebensmitteln reagiert, wie viele andere natürliche Süßstoffe. Ein weiterer Vorteil von Steviosid – es bildet keinen Satz in einer sauren Lösung, so dass es als Süßstoff mit kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken verwendet werden kann. Schließlich wurden viele Verbindungen entwickelt, die auf spezifische Geschmäcker der Stevia-Extrakte ausgerichtet waren und sich aus vielseitigen Süß- Komponenten zusammensetzten.

Steviosid ist auch in Südkorea als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, ist weit verbreitet in China, Taiwan und Malaysia. Aus den Blättern von „Honigkraut“ machen die Chinesen Tee und empfehlen Steviosid: um den Appetit anzuregen, als bessere Verdauung, Gewichtsverlust, um die Jugend zu bewahren, aber auch als kalorienarmen süßen Tee.

Zusammenfassung  zu Stevia rebaudiana

Steviosid (Stevia-Pflanzen Extrakt) übertrifft unseren Zucker in Süße um gut das 300er Fache. Der scheinbare Vorteil ist der minimale Kaloriengehalt. Heutige Produkte mit Steviosid kommen in gesunder Ernährung vor. Abgesehen von natürlicher Süße, hat das Stevia- Extrakt entzündungshemmende, heilende Eigenschaften: Es senkt den Blutzuckerspiegel, senkt den Cholesterinspiegel, erhöht den Stoffwechsel, stärkt das Immunsystem, verlangsamt den Alterungsprozess. Stevia ist reich an Nährstoffen: Vitamin A, B, C, E; enthält 17 Aminosäuren und Spurenelementen. Stevia hat auch antimikrobielle Wirkungen. Empfohlen wird der Tee mit Stevia einzunehmen, um vor Grippe und Erkältungen wirksam vorzubeugen.

Steviosid hat keine Wirkung auf Zahnschmelz und verhindert das Wachstum von Bakterien im Mund, weshalb Zahnpasta und andere Produkte für die Mundhygiene Steviosid enthalten. Es widersteht Temperaturen von bis zu 190-200 ° C, daher unverzichtbar für das Backen süßer nicht- kalorischer Lebensmittel.

So betrachtet, geben führende Ernährungswissenschaftlern Stevia gute Perspektive als Süßstoff: es hat eine hohe Süße, niedrigen Energiewert, Wärmeformbeständigkeit, kann leicht gelöst werden und zudem hat es keine negativen Auswirkungen auf den Körper. Der Süßstoff wird von Menschen verwendet, die auf ihre Gesundheit achten und als unbedenklich halten diesen natürlichen Süßungsmittel einnehmen zu können.

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